Medialitäts-Schulung mittels klassischem Remote-Viewing
Wörtlich übersetzt würde Remote Viewing "Fern-Sehen" heißen. Diese Wortwahl dürfte allerdings bei den meisten die Assoziierung mit einer der Lieblingsbeschäftigungen vieler Mitmenschen hervorrufen, die man früher auch gerne mit "vor die Glotze setzen" umschrieben hat. In der noch sehr überschaubaren deutschen Remote-Viewer Szene hat sich wohl auch deshalb der Begriff "Fern-Wahrnehmung" etabliert - wenn man sich nicht des englischen Original bedienen mag. Wobei mit der Generation Smartphone obige Redewendung aber immer mehr an Bedeutung verlieren dürfte.
Remote-Viewing jedenfalls ist eine Wahrnehmungsmethode, die in der Lage ist Raum und Zeit zu durchdringen. Ursprünglich vom amerikanischen Militär als Reaktion auf das Bekanntwerden eines russischen PSI-Spionageprogrammes entwickelt, gelangte diese Methode in den 1990er Jahren an die Öffentlichkeit. Ausnahmsweise nicht weil sie "geleakt" wurde, sondern weil das bis dahin geheime militärische Programm "offiziell" eingestellt und die Geheimhaltung aufgehoben wurde. Einige der beim Militär ausgebildeten Personen begannen daraufhin sich im zivilen Sektor Geschäftsfelder aufzubauen.

Natürlich stellen sich hier einige Fragen...

Was bringt oder brachte Remote-Viewing den Militärs, beziehungsweise in der zivilgesellschaftlichen Anwendung?

Was unterscheidet Remote-Viewing von anderen hellsichtigen Methoden?

Und wie zuverlässig ist Remote-Viewing?

Eines vorab:
Remote-Viewing kann von so gut wie jeder Person erlernt werden, die etwas künstlerisches Talent und Geduld mitbringt. Der Vorteil für die Militärs lag daher ganz klar auf der Hand. Man konnte eigenes Personal hierfür rekrutieren, ohne sich Sorgen um die Geheimhaltung machen zu müssen. Mal abgesehen von der Tatsache, dass die meisten von Natur aus hellsichtigen und medialen Personen von einer anderen Bewusstseinsebene sind und kaum für das Militär arbeiten würden. Und über die Frage, was es nutzt, wenn man Informationen über den militärischen Gegner erhalten kann, ohne dafür teure und riskante Spionagetechnik wie Satelliten und Aufklärungsflieger oder gar Menschenleben einzusetzen, braucht man - egal welche generelle Einstellung man zum Militär hat - nicht zu diskutieren.

Hellsichtigkeit oder ganz allgemein Medialität ist, wenn man Personen fragt, die sie besitzen, etwas das sie im seltensten Falle gelernt haben, sondern sie haben diese Fähigkeiten bereits mit in diese Inkarnation gebracht. Meistens werden diese Fähigkeiten im Heranwachsen "verlernt". Oder sie werden einem aberzogen. Medialitätskurse und -schulungen sind daher in der Regel nichts anderes, als die in jedem von uns, mehr oder weniger tief schlummernde mediale Fähigkeit wieder aufzu- wecken und ihre Anwendung zu üben. Doch wirklich gute mediale Personen bringen diese wie gesagt bereits mit in das aktuelle Leben. Sie haben ihre Schulungszeit schon absolviert.

Im Ergebnis unterscheidet Remote-Viewing sich nicht von anderen medialen Methoden. Sehr wohl aber in der Herangehensweise und der Qualität dessen, was geliefert wird. Bei guten Remote-Viewern zumindest.

Und: Remote-Viewing (zumindest in einer der ursprünglichen Versionen) ist eine wissenschaftlich Methode, die genau festgelegten Protokollen folgt und die bei befolgen selbiger, nachweislich bessere Trefferquoten erzielt, als jede andere mediale Technik. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die üblichen medialen Methoden Trefferquoten von 30 - 50 Prozent ergaben, wohingegen die vom Militär ausgebildeten Remote-Viewer 70 - 90 Prozent erreichen. Dies setzt natürlich voraus, dass man mit "Zielen" arbeitet die überprüfbar sind. In Remote-Viewer Kreisen verwendet man üblicher Weise den Begriff "Target" - ein Überbleibsel des militärischen Sprachgebrauchs. Ein Target (=Ziel) ist in der Regel ein Objekt, also Gebäude, Einrichtungen, Gegenstände, Fahrzeuge etc. Es können aber auch Personen und Ereignisse damit gemeint sein. Mit Remote-Viewing werden nicht nur die optischen Parameter eines Ziels erfasst, sondern je nachdem, wo die individuellen Stärken der Person liegen, die ein Viewing macht, auch die verborgenen Aspekte, Emotionen, energetische Zustände, Charaktereigenschaften, Absichten etc. Erfahrene Remote-Viewer sind auch in der Lage komplexe Handlungsabläufe zu beschreiben. Was Remote-Viewing nicht vermag, ist jemanden zu belauschen oder die genauen Koordinaten eines Zieles auf einer Landkarte zu übermitteln. Viele Viewer können aber zumindest Angaben darüber machen, in welcher geografischen oder kulturellen Umgebung sich ein Ziel befindet, sie können Landstriche skizzieren und "hören" welche Sprache am Zielort gesprochen oder von einzelnen Zielpersonen verwendet wird. Das allerdings setzt voraus, dass die Person welche ein Viewing macht die Sprache kennt. Diese nicht unbedingt sprechen oder verstehen muss, aber zumindest ein Gefühl dafür hat, wo sie hin gehört. Und generell können alle akustische Wahrnehmungen zum Repertoire eines oder einer Remote-Viewer/in gehören. Ebenso Gerüche.

Kommen wir aber dazu, was Remote-Viewing (wenn es nach einer der ursprünglichen Methoden unter Einhaltung der erprobten Protokolle praktiziert wird) grundlegend von nahezu allen anderen medialen Wahrnehmungsmethoden unterscheidet:

Die Person, welche das Viewing durchführt, arbeitet strikt unter Blindbedingungen. Das bedeutet, keine Information zu dem Ziel zu haben und bis zum Abschluss der Auswertung auch nicht im Austausch mit anderen Viewern oder gar der Person zu sein, welche den Auftrag erteilte, bzw. die Fragestellung formulierte.

Wozu das?

Ganz einfach - es hat sich in unzähligen Testreihen über Jahre hinweg herausgestellt, dass diese Methode dann am besten funktioniert, wenn unter Blindbedingungen gearbeitet wird, wenn der Verstand möglichst herausgehalten wird. Denn unser Verstand hat die Neigung alles auf seine Art zu interpretieren, zu bewerten und auch anzuzweifeln. Wissenschaftlichen Messungen zufolge verhindert der Verstand - da er sehr laut ist - sobald er aktiv wird, unsere mehr unterbewussten Wahrnehmungen. Fern-Wahrnehmungen jedoch gehen von Bereichen aus, die unserem Unterbewussten zugeordnet sind und die mit nur sehr leiser Stimme zu uns sprechen. Auch wurde festgestellt, dass vorab mitgelieferte Informationen, Vorkenntnisse, vorgefertigte Meinungen über ein medial zu betrachtendes „Ziel“ die Ergebnisse verfälschen und Fehlversuche hierdurch wahrscheinlicher werden.

Es geht beim Remote-Viewing nun gar nicht darum - wie wir dies von wort- und blumenreichen Channeling-Botschaften vielleicht gewohnt sind - sofort auf einen Schlag möglichst viele Eindrücke zu erhaschen und wiederzugeben. Vielmehr müssen Remote-Viewer nach einem akribisch einstudierten und jahrzehntelang erprobten System, in einem ersten Schritt ihre rudimentären Eindrücke des Targets in einfachen, einzelnen Worten schriftlich festhalten. Das können Eindrücke sein wie: kalt oder warm, Farben, einfache Formen oder Zustände wie ruhend, ruhig, groß, klein, hoch, tief, flach, wellig, lebhaft, in Bewegung etc. In einem zweiten Schritt geht es dann darum, näheren Kontakt zum Ziel aufzunehmen und es werden stark vereinfachte Skizzen angefertigt. Erst im dritten Schritt geht es dann in die Tiefe und es werden Details sowohl aufgezeichnet, wie auch mit Worten beschrieben. Selbst hierbei soll allerdings jegliche Art von Interpretation vermieden werden.

Hierzu ein einfaches, verständliches Beispiel:
In Schritt 1 und 2 wird ein rechteckiges Objekt beschrieben, das die Qualität Wasser besitzt und es werden Personen darin und um das Objekt herum wahrgenommen. Dass dies ein Swimmingpool sein könnte, ist wahrscheinlich. Es könnte aber auch ein Wassertank sein, in dem - aus welchem Grund auch immer - sich Personen befinden.

Es ist beim Remote-Viewing unüblich, dass der oder die Viewer/in die gesammelten Daten selbst auswertet und interpretiert. Dies tut eine weitere Person auf deren Funktion wir gleich noch eingehen. Gegebenenfalls können dann nochmal einzelne Aspekte vertieft werden, indem die Viewer gebeten werden zu dem Target Informationen beispielsweise aus einer anderen Perspektive einzuholen oder sich auf bestimmte Details zu fokussieren. Ganz am Ende erst erhalten die Viewer die Information, welches Target sich sich anschauen sollten und  ggf. welche Fragestellung damit verbunden war. Dies ist wichtig, damit Viewer eine Selbsteinschätzung vornehmen können und nicht ins Grübeln geraten, ob sie Treffer landen oder nicht. Selbstzweifel sind Gift für unsere medialen Fähigkeiten...

Auch gibt es bei der Zusammenstellung eines Targets und insbesondere der Frageformulierung so einiges zu beachten, weshalb im Grunde nicht nur die Viewer Erfahrung haben müssen, sondern auch die fragestellende Person. Es ist daher üblich, dass Remote-Viewer nicht selbst mit einem ihnen unbekannten, externen Auftraggeber oder Fragesteller kommunizieren, sondern eine weitere Person als Schaltstelle dient. Im Fachjargon heißt diese Person "Tasker". Dieses Wort ist in seiner Bedeutung beim Remote Viewing nur schwer ins Deutsche zu übersetzen. "Task" jedenfalls heißt Aufgabe. Die Aufgabe eines Taskers ist es beispielsweise das Anliegen eines Auftraggebers oder Kunden entgegen zu nehmen und daraus eine für Remote-Viewing geeignete Fragestellung zu formulieren. Wenn Viewer und Fragesteller sich kennen und ein Vertrauensverhältnis existiert, ist es aber auch möglich, dass Tasker und Fragesteller identisch sind.

Dies ist wie gesagt nur eine ganz grobe und kurze Erläuterung zu Remote-Viewing.

Wer sich in Eigeninitiative weitergehend informieren möchte, hier ein paar Namen und Tipps:

Courtney Brown / Farsight Institute

Daz Smith

Lyn Buchanan

Josef McMoneagle

Hal Putthoff

Russell Targ

Ingo Swan

Sehr empfehlenswert ist das kostenlose Selbst-Training Modul des Farsight Institute, zu finden unter:
http://farsight.org/SRV/index.html

Es wird gebeten darauf zu achten, dass es inzwischen viele sogenannte Remote-Viewing Angebote - besonders im deutschsprachigen Raum - gibt, die nur wenig mit der klassischen Methode zu tun haben, wie sie beispielsweise am Farsight Institute praktiziert und unterrichtet wird.


Da die meisten Originalpublikationen im Englischen erschienen sind und kaum etwas davon als deutsche Übersetzung verfügbar ist, bietet die Erdenhüter-Akademie nicht Englisch sprechenden Personen ein deutsches Trainingsprogramm an, welches sich an den erprobten, wissenschaftlich ausgerichteten Methoden des SRV (Scientific Remote Viewing)* vom Farsight Institute und an CRV (Controlled oder auch Coordinate Remote Viewing) orientiert.

Die Erdenhüter-Akademie distanziert sich ausdrücklich davon Remote-Viewing für folgende Zwecke einzusetzen:

- Zukunftsvorhersage
- Industriespionage
- Überwachung oder Ausspionieren von Privatpersonen und Organisation
- Vorhersage von Aktienkursen
- Sportwetten, Glücksspiel und Lotterien
- Vorhersage der Entwicklung von digitalen Währungen
- Ortung von Bodenschätzen zwecks industrieller Verwertung
- das Auffinden von antiken oder historischen Kulturgütern zur illegalen privaten, 
  gewinnbringenden Verwertung

- zur Befriedigung trivialer, persönlicher Neugierde
- und generell zur Beantwortung von Fragen, die darauf abzielen die Verantwortung
  für unsere Entscheidungen und  unsere Lebensführung abgeben zu wollen.


Wer im Übrigen mit anderen medialen Wahrnehmungsmethoden oder anderen Remote-Viewing Techniken, als SRV* und CRV bereits erfolgreich arbeitet und hier mitwirken möchte ist trotzdem gerne willkommen!

Die von uns angebotene Betreuung beim Remote-Viewing Training ist aktuell kostenfrei unter der Bedingung, dass wir die Ergebnisse im Rahmen der Erdenhüter-Akademie publizieren und verwenden dürfen.

Last but not least:
Auch wenn die obige Liste mit Namen und Tipps einen anderen Eindruck erweckt... Remote Viewing wird heute gleichermaßen von Frauen und Männern praktiziert. Dass die ersten Remote-Viewer fast ausschließlich männlichen Geschlechts waren, ist offensichtlich dem militärischen Ursprung zu Beginn er 1970er Jahre geschuldet.

*SRV Scientific Remote Viewing ist eine geschützter Markenname des Farsight Institutes / Courtney Brown
© die erdenhüter-akademie / helmut martin 2020